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Vertretung von Arbeitnehmern aus Chemnitz und Umgebung

Schwerpunkte der anwaltlichen Tätigkeit für Arbeitnehmer:

  • Kündigungsschutzklageverfahren gegen alle Arten von Kündigungen (betriebsbedingte, verhaltensbedingte, personenbedingte - z.B. krankheitsbedingte - Kündigungen)
  • Lohnzahlungsklagen (insbesondere Überstundenvergütung)
  • Klagen zur Abgeltung von Urlaub
  • Zeugnisstreitigkeiten (außergerichtlich und gerichtlich)
  • Klagen nach dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz, etwa bei hiergegen verstoßenden Stellenanzeigen
Arbeitsrechtliche Vertretung von Arbeitnehmern aus Chemnitz

Rechtswahrung durch rechtzeitiges Handeln

Der Schwerpunkt bei der Vertretung von Arbeitnehmern liegt dabei im Bereich der Prozessführung, und dort vor allem bei Kündigungsschutzklagen und Lohnzahlungsklagen. Ziel von Kündigungsschutzklagen ist dabei sehr häufig nicht der Erhalt des Arbeitsplatzes, sondern eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses bei gleichzeitiger Abfindungszahlung. Ist auch der Arbeitgeber an einer solchen Beendigung des Arbeitsverhältnisses interessiert, hängt die Höhe der auszuhandelnden Abfindung vordergründig davon ab, wie hoch die Obsiegenschancen bei Fortführung des Verfahrens wären. Mit einer solchen Einschätzung, die meist innerhalb von wenigen Minuten im Rahmen der Güteverhandlung vor Gericht getroffen werden muss, ist ein Arbeitnehmer in der Regel überfordert – zwischen zu vielen Faktoren muss innerhalb kürzester Zeit treffsicher abgewogen werden.

Erst in zweiter Linie lassen sich Arbeitnehmer im Vorfeld von Klageverfahren vorbeugend beraten. Das ist sicher dem Umstand geschuldet, dass sich Arbeitnehmer allzu oft noch scheuen, im ungekündigten Arbeitsverhältnis ihre Rechte vom Arbeitgeber einzufordern. Ist jedoch die Kündigung ausgesprochen, bricht die Barriere, da nun nichts mehr zu verlieren ist. Nicht selten kann es dann aber sein, dass ein Arbeitnehmer gerade wegen des zwischenzeitlichen Zeitablaufs verschiedene seiner Rechte bereits verloren hat.

Beispiel: Ein Arbeitnehmer hat bereits 6 Monate keinen jeweils zum Letzten eines Monats fälligen Lohn mehr erhalten. Da er seit Jahren angestellt ist und er eine neue Arbeit anderswo nicht in Aussicht hat, ergreift er keine eigenen Schritte gegen den Arbeitgeber. Als der Arbeitgeber schließlich betriebsbedingt kündigt, klagt der Arbeitnehmer hiergegen und macht zugleich noch seinen ausstehenden Lohn geltend.

Enthält der Arbeitsvertrag eine Klausel, nach der der Arbeitnehmer seine Ansprüche innerhalb von 3 Monaten schriftlich geltend machen muss, so gibt es im Verfahren ein böses Erwachen. Der Arbeitnehmer hat die Frist (die er überdies vielleicht noch nicht einmal kannte) definitiv nicht eingehalten. Aus welchen Gründen das war, ist für das entscheidende Gericht grundsätzlich ohne Belang. Beruft sich der Arbeitgeber auf die Ausschlussfrist, verliert der Arbeitnehmer seinen Lohnanspruch für sämtliche Monate, deren Lohn schon länger als 3 Monate fällig ist. Insoweit wird die Klage abgewiesen. Im Beispiel hat der Arbeitnehmer für wenigstens 3 Monate seinen Lohnanspruch allein wegen der versäumten Frist vollumfänglich verloren, also umsonst gearbeitet!

Hätte sich der Arbeitnehmer rechtzeitig beraten lassen, wäre der Arbeitgeber rechtzeitig zur Lohnzahlung aufgefordert worden. Hätte der Arbeitgeber nicht hierauf reagiert, hätte der Arbeitnehmer durch die Beratung bereits gewusst, dass dann innerhalb einer sich in allen Tarifverträgen und den meisten Arbeitsverträgen niedergeschriebenen weiteren Ausschlussfrist Klage erhoben werden muss, um die Ansprüche zu sichern.