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Die gewillkürte Erbfolge


Wer sein Erbe ganz oder teilweise anders verteilt wissen will, als nach der gesetzlichen Erbfolge, muss sich die Möglichkeiten der gewillkürten Erbfolge zu Nutze machen. Dabei kann im Rahmen eines zu erstellenden Einzeltestaments, eines Ehegattentestaments oder eines Erbvertrags von der sonst gesetzlich vorgeschriebenen Verteilung der Erbmasse ganz oder teilweise abgewichen werden.

Das Gesetz eröffnet dabei vielerlei Möglichkeiten, um die eigene Rechtsnachfolge je nach Interessenlage gestaltend beeinflussen zu können. Hinzuweisen ist insoweit z.B. auf die Möglichkeit der Anordnung von Vor- und Nacherbfolge, eines Vermächtnisses, einer Auflage, einer konkreten Erbauseinandersetzungsregelung oder der Testamentsvollstreckung.

Von Interesse können überdies Testamente sein, die auf besondere Lebenssituationen zugeschnitten sind, wie ein Testament für Geschiedene bzw. eine Patchworksituation, ein Unternehmertestament oder das sog. Behindertentestament.

Unter Ausnutzung dieser Gestaltungsmöglichkeiten kann die Erbfolge weitestgehend willkürlich gewählt werden. Ausnahmen ergeben sich möglicherweise allenfalls dort, wo dem freien Testieren Hinderungsgründe entgegenstehen (Testierunfähigkeit, Bindung an eine frühere Verfügung von Todes wegen) oder Ansprüche pflichtteilberechtigter Personen zu berücksichtigen sind.